Sonntag, 6. November 2011

Rosenfruchtmarmelade


...im Volksmund auch
Hagebuttenmarmelade genannt
;)

Man gehe an einem sonnigen Tag im Spätherbst zum favorisierten Rosenstrauch.
Dieser zeigt dieser Tage keine Blätter mehr, Blüten schon lange nicht.
Statt dessen hängt er voller dunkelroter in der Sonne farbenprächtig erscheinenden Früchte
Rosenfrüchte halt :)
Nun ja, und hier ist Schluss mit Romantik

Man wappne sich, ziehe die älteste Jacke an, am Besten über die Hände noch eine imaginäre 
Latex/Lederhaut auch Handschuhe genannt
(Naturweiber wie ich genießen die rohe Schönheit der Natur...) 
Denn jetzt wirds stachelig und schmierig/matschig
(vor allem wenn schon ein Frost seine Arbeit getan hat)
Nach ca. 1 Stunde hat man ein bisschen was im Eimer (sehr sehr kleiner Eimer) vorzuweisen

Abends wenn man dann nichts besseres mit seinen Händen anzufangen weiß
setze man sich eine weitere Stunde hin und schneidet die schwarzen Käppchen und evt. Stielreste ab
Wie gesagt, da die Rosenfrüchte sehr klein sind dauert es lange
man könnte diese Zeit nebenbei
zum meditieren nutzen
oder
zum Fernsehschauen

das Ergebnis schaut dann so aus:
 Ich habe - da manche der Früchte noch etwas hart waren - alles noch ein wenig köcheln lassen
Dann hatte ich die Schnauze voll war ich fertig mit meinem Tagwerk
Am nächsten Tag mixte ich im Standmixer meiner Küchenmaschine (ein Pürierstab tut`s auch)
 das ganze.
Da die Pampe Masse sehr zäh war fügte ich noch zu jeder Portion Wasser hinzu
so entstand diese kernige Masse
 Ab durch die flotte Lotte
Ergebnis seht ihr unten
Schaut schon mal gut aus, ist aber eine sehr haarige Angelegenheit,
schließlich hatte ich mir abends das Entkernen/Enthaaren gespart

 Also das Ganze durch ein Tuch gepresst
Da die Masse wieder sehr breiig war habe ich das Ganze wieder mit etwas Wasser verrührt
Etwas mühselig, ich glaube aber das Entkernen per Hand hätte
viel mehr Zeit in Anspruch genommen.
Das Pressen durch das Tuch hat ca. 15 Minuten
gedauert.
 Ich habe immer nur zwei bis drei Esslöffel haarige Masse gepresst, dann das Tuch ausgewaschen, dann die nächste Portion ins Tuch
 Herausgekommen sind 450 g Mark
Diese Menge war ideal um sie mit Hilfe von
Gelfix, 175 g Zucker (Vollrohrzucker) und etwas Zitronensaft
(nötig damit das Ganze auch schön fest wird)
zur Marmelade zu verkochen

Die Menge, die dabei herausgekommen ist könnt ihr hier sehen:
3
klitzekleine
Marmeladengläser
in
4 Stunden
(Abwasch und Kücheaufräumen mitgerechnet)
liebevoller Schaffenskraft
Herzgemacht
halt
:)

So, und wenn ihr mich fragt warum ich diesen für diesen Eintrag so schön poetisch war
...es ist mein 101. Eintrag in diesem Blog!
Sozusagen ein "Geburtstagseintrag"

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